Pädagogische Diagnostik

Thema: Der Ursprung auffälligen Schüler:innenverhaltens aus Sicht praktizierender Lehrkräfte

Auffälliges Verhalten von Schülerinnen und Schülern lässt sich auf zwei Dimensionen abbilden: Internalisierendes Verhalten, welches sich vor allem gedrückter Stimmung, Ängstlichkeit und Rückzug äußert, und externalisierendes Verhalten, welches Hyperaktivität sowie aggressives und oppositionelles Verhalten umfasst. Internalisierendes Verhalten wird häufiger bei Mädchen als bei Jungen beobachtet, während externalisierendes Verhalten häufiger bei Jungen als bei Mädchen beobachtet wird. 

Die Ursachenzuschreibung von Lehrkräften beeinflusst, wie Lehrkräfte auf solches Schüler:innenverhalten reagieren. Dies betrifft auch, ob sie den Schüler:innen unterstützend oder bestrafend begegnen. Besonders relevant ist außerdem, ob Lehrkräfte in der Beobachtung und ihrer Ursachenzuschreibung erkennen, dass es sich bei dem Verhalten der Schüler:innen um potentiell klinisch-psychologisch auffälliges Verhalten handelt. Das scheint bei angehenden Lehrkräften für externalisierendes Verhalten eher der Fall zu sein, als für internalisierendes Verhalten. 

In diesem Projekt soll untersucht werden, wie praktizierende Lehrkräfte bestimmte Verhaltensmuster bei Schüler:innen der Grundschule attribuieren. Ebenfalls wird untersucht, ob das Schüler:innengeschlecht diese Attributionen beeinflusst. Beginn der Datenerhebung ist für das Wintersemester 2026/2027 angedacht.

Zu diesem Thema können vier Abschlussarbeiten (Bachlor oder Master!) vergeben werden.

Sollten Sie an diesem Thema Interesse haben, melden Sie sich bitte bei mir per E-Mail.