Pädagogische Diagnostik

Generative KI und selbstreguliertes Lernen im Hochschulkontext

SELF-AI - Self-regulated Learning with AI (laufend)
(a) Dieses Teilprojekt widmet sich der Frage, wie der Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz
die Mechanismen, Phasen und Strategien des selbstregulierten Lernens transformiert (paper in prep.)
(b) In einem systematischen Review analysieren wir, wie LLM-basierte Chatbots eingesetzt werden, um Prozesse des selbstregulierten Lernens zu unterstützen (laufend).

Spontane Nutzung von KI beim selbstregulierten Lernen 
(a) In dieser Studie untersuchen wir, wie Studierende LLM-basierte KI-Tools spontan beim Schreiben einsetzen (laufend).
(b) In dieser Studie untersuchen wir differenziell, wie verschiedene Nutzungsmuster mit generativer KI den tatsächlichen Lernerfolg beeinflussen (in Planung).

COM-AI: Conditions and Motivation for AI usage (in Planung)
In diesem Projekt untersuchen wir, welche Rahmenbedingungen und motivationale Faktoren die Art und Weise der KI-Nutzung beim selbstregulierten Lernen beeinflussen (in Planung).

 

 

 

Selbstreguliertes Lernen in der Grundschule

SEA (Subjektives Erleben von Autonomieförderung)

In diesem Projekt untersuchen wir das subjektive Erleben von Autonomie im Grundschulunterricht. Im Fokus steht dabei, wie Schülerinnen und Schüler die Autonomie im offenen Unterricht wahrnehmen und bewerten. Darüber hinaus sollen externale Variablen identifiziert werden, die dieses subjektive Erleben von Autonomie beeinflussen.

KID-LEARN (Kindliche Lernvorstellungen im Spiegel von Zeichnungen und sozialer Ungleichheit)

In diesem Projekt widmen wir uns einer grundlegenden, aber im Schulalltag oft vernachlässigten Frage: Wie verstehen Kinder selbst eigentlich, was „Lernen“ bedeutet? Während die Institution Schule klare Erwartungen an den schulischen Erfolg stellt, bringen Kinder aus unterschiedlichen familiären und sozioökonomischen Kontexten (SES) ganz eigene, implizite mentale Modelle von Lernen mit in den Klassenraum.

FAM-REG (Familiale Einflüsse auf die Selbstregulation in der Schuleingangsphase)

Der Übergang vom Elementar- in den Primarbereich stellt für Kinder einen zentralen entwicklungspulsenden Meilenstein dar. Mit dem Schuleintritt steigen die Anforderungen an die kindliche Handlungssteuerung massiv an: Kinder müssen in der Lage sein, Aufmerksamkeit zu fokussieren, Impulse zu unterdrücken, Arbeitsaufträge selbstständig zu bearbeiten und mit Frustrationen (z. B. bei Misserfolgen oder Wartezeiten) umzugehen. Diese Kompetenzen werden unter dem Begriff der Selbstregulationsfähigkeit (Self-Regulation) zusammengefasst. Was sich zeigt ist, dass Kinder sich in ihrer Selbstregulationsfähigkeit unterscheiden. 

Hier kommt der familiäre Kontext als primäre Sozialisationsinstanz ins Spiel. Die Familie fungiert als Entwicklungsraum, in dem Selbstregulation entweder gezielt angebahnt und gestützt („Scaffolding“) oder durch ungünstige Rahmenbedingungen und Interaktionsmuster gehemmt wird. Um frühzeitig präventiv ansetzen zu können, widmet sich dieses Projekt den familialen Bedingungsfaktoren der Selbstregulation in der Schuleingangsphase und unterteilt sich in zwei eng verzahnte Teilprojekte.

  • Teilprojekt 1: Einfluss des sozioökonomischen Status (SES) auf die Selbstregulationsfähigkeit
  • Teilprojekt 2: Einfluss des familiären Zusammenlebens, der Eltern-Kind-Interaktion und des Erziehungsverhaltens auf die Selbstregulationsfähigkeit